Willkommen:-)

Rathaus auf dem Marktplatz von CulmWenn Sie den folgenden Begrüßungstext überspringen möchten, können Sie zur Ansicht mit den neuesten Beiträgen wechseln.


Culm an der Weichsel (polnisch Chełmno nad Wisłą) gilt als eine der schönsten Städte Polens. Bei Touristen aus dem In- und Ausland beliebt ist sie nicht nur wegen ihrer interessanten historischen Architektur, sondern auch zahlreichen Veranstaltungen. Seit vielen Jahren läuft ein umfangreiches Sanierungsprogramm, das der Erhaltung der wichtigsten Bauwerke in der Altstadt dient.

Im April 2005 wurde die Culmer Altstadt in die Liste der Geschichtsdenkmäler des Präsidenten der Republik Polen aufgenommen. Diese Liste umfasst die 25 wertvollsten Baudenkmäler Polens, darunter nur acht Altstädte. Die Stare Miasto von Culm steht damit auf einer Stufe mit den historischen Zentren von Warschau, Krakau, Thorn, Danzig, Breslau, Zamość und Kazimierz Dolny.

Wenn Sie sich einen Überblick über die Stadtgeschichte und die Sehenswürdigkeiten von Culm an der Weichsel verschaffen möchten, empfehle ich Ihnen die Seite
moje-chelmno.pl, an deren Übersetzung ins Deutsche ich vor einigen Jahren mitgewirkt habe. Sie werden in meinen Beiträgen viele Links auf diese Homepage finden.

Wenn Sie zum ersten Mal über chelmno.info stolpern, können Sie sich im Inhaltsverzeichnis einen Überblick über die Beiträge verschaffen. Wenn Sie etwas Bestimmtes suchen, hilft Ihnen vielleicht das Schlagwortverzeichnis weiter. Sie können ebenfalls eine Ansicht mit den neuesten Beiträgen aufrufen. Außerdem finden Sie weitere Informationen aus und über Chełmno nad Wisłą auf meiner Facebook-Seite.

Bei Google Maps habe ich einen Stadtplan eingerichtet, auf dem die meisten sehenswerten bzw. interessanten Orte vermerkt sind, die ich bisher vorgestellt habe.

Leider ist meine Freizeit sehr begrenzt und es ist mir nur selten möglich, Auskünfte zu erteilen, Anfragen zu beantworten und Recherchewünsche zu erfüllen. Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis!

Freundliche Grüße

Andreas Prause

 


Links zu den neuesten Beiträgen auf der chelmno.info – Facebook-Seite:

Fußgängerzone (Ulica Grudziądzka) ... mehrweniger

1 Stunde seit Veröffentlichung  ·  

Link zum vollständigen Beitrag

Teresa Drewek (1929-2018)

Am 23. April ist Teresa Drewek im Alter von 88 Jahren in Chełmno verstorben. Am 13. August 1991 war sie gemeinsam mit ihren Eltern Władysława Kaczmarek (1904-2006) und Franciszek Kaczmarek (1900-1984) mit dem Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet worden.

Die Familie Kaczmarek, die in der Altstadt von Chełmno in der Ulica Rycerska (damalige Hausnummer 4) wohnte, nahm 1943 das fünfjährige jüdische Mädchen Rebeka (Rywka) Motyl bei sich auf, dessen Mutter, die Lehrerin Rozalia Motyl, geb. Zaitag, kurz nach Kriegsausbruch von den Deutschen ermordet worden war, und dessen Vater, der Apotheker (Kaufmann) Aleksander Motyl, auf der ständigen Flucht vor der Verfolgung durch die deutschen Besatzer einen sicheren Ort für Rebeka und ihren zehnjährigen Bruder Mieczysław (Mietek/Michał) suchte.

Die Familie Motyl wohnte vor dem Krieg in Golub, rund 60 km von Chełmno entfernt.1941 begannen die deutschen Besatzer, die in Golub ansässigen Juden zu verschleppen. Aleksander Motyl kam mit seinen beiden Kindern wahrscheinlich in das Warschauer Ghetto, aus dem ihnen die Flucht gelang. Nach anderer Darstellung konnten sie bereits während des Transports ins Ghetto entkommen und sich verbergen. Die Familie wurde zunächst von der polnischen Familie Szwaj in Parczew bei Lublin versteckt (vgl. sprawiedliwi.org.pl/pl/historie-pomocy/historia-pomocy-rodzina-szwajow).

Im Sommer 1943 schickte Aleksander Motyl, der selber weiterhin in Parczew von den Szwajs versteckt wurde, seine beiden Kinder, nachdem er ihnen katholische Gebete beigebracht und für Christen typische Medaillons ausgestattet hatte, zurück in die Heimatstadt Golub. Dort wurden die Kinder vom mit der Familie befreundeten Bäcker Józef Matuszewski aufgenommen, der jedoch fürchtete, dass die Kinder in ihrer Heimatstadt erkannt werden könnten. Daher brachte er Mieczysław bei Verwandten seiner Ehefrau im Dorf Zalesie in der Nähe von Cekcyn unter, Rebeka hingegen bei seiner Schwester Władysława, die mit ihrem Ehemann Franciszek und der damals 14-jährigen Tochter Teresa in Chełmno wohnte.

Es gelang Józef Matuszewski, für Rebeka falsche Ausweispapiere auf den Namen Regina Kwiatkowska zu beschaffen und am 20. Januar 1944 wurde Rebeka als „Regina“ in Chełmno behördlich gemeldet. Da das Mädchen bald das schulpflichtige Alter erreicht hatte, wurde Franciszek Kaczmarek mehrmals vorgeladen, konnte jedoch die ihn befragenden Beamten überzeugen, dass es sich um das Kind entfernter Verwandter handele, die durch Kriegseinwirkungen ums Leben gekommen seien. Gefährlich war zudem der Umstand, dass das Haus der Kaczmareks in der Ulica Rycerska, an das des SS-Mitglieds Plotzke grenzte, dessen Kinder sogar mit „Regina“ auf dem Hof zusammen spielten. Jedoch blieb die wahre Identität „Reginas“ bis zum Abzug der deutschen Besatzer im Januar 1945 unentdeckt.

Aleksander Motyl, der unter einem Pseudonym brieflichen Kontakt mit den Kaczmareks hielt, erschien zwar nach Kriegsende in Chełmno, verließ die Stadt dann aber wieder, ohne dass sein weiteres Schicksal bekannt ist (nach anderer Darstellung kam er auf dem Weg von Warschau nach Chełmno um Leben, als er nach Ende der deutschen Besatzung seine Kinder abholen wollte). Danach bot sein Bruder Samuel an, Rebeka aufzunehmen, jedoch wollte das Mädchen bei den Kaczmareks bleiben, für die sie mittlerweile wie eine zweite Tochter war. Schließlich wurde Rebeka jedoch von Vertretern der jüdischen Gemeinde in Polen abgeholt und kam gemeinsam mit ihrem Bruder Mieczysław über die Tschechoslowakei und Deutschland nach Frankreich. Noch 1947 schickte Rebeka ihrer Pflegefamilie Briefe nach Polen. Schließlich wanderte sie nach Israel, ihr Bruder in die USA aus. 1991 besuchte Rebeka zum ersten Mal nach langen Jahren Polen und traf auch Władysława und Teresa Kaczmarek, die am 3. Dezember 1991 in Warschau ebenso wie der zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbene Franciszek Kaczmarek für die Rettung Rebeka Motyls mit dem Titel „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet wurden.

Quellen:

- Anna Soborska-Zielińska, Z dziejów gminy żydowskiej w Chełmnie /
From the history of Jewish community in Chełmno, Chełmno 2007, S. 35-36
- Historia pomocy - Rodzina Kaczmarków
sprawiedliwi.org.pl/pl/historie-pomocy/historia-pomocy-rodzina-kaczmarkow-0
Wywiad z Teresą Drewek sprawiedliwi.org.pl/pl/historie-pomocy/wywiad-z-teresa-drewek
... mehrweniger

Jest nam niezwykle przykro poinformować, że odeszła Pani Teresa Drewek (1929 - 2018) "Sprawiedliwa Wśród Narodów Świata", która wraz z rodzicami Władysławą i Franciszkiem Kaczmarek ocali...

4 Stunden seit Veröffentlichung  ·  

Link zum vollständigen Beitrag

26.04.2018 ... mehrweniger

4 Stunden seit Veröffentlichung  ·  

Link zum vollständigen Beitrag

Wenn die Biergärten auf dem Markt aufgebaut werden, weiß man, dass es bald Mai ist. 😎 ... mehrweniger

4 Stunden seit Veröffentlichung  ·  

Link zum vollständigen Beitrag

An der Weichsel ... mehrweniger

24 Stunden seit Veröffentlichung  ·  

Link zum vollständigen Beitrag

Ausgewählte Beiträge: