Ul. Grudziądzka – östlichster Abschnitt

Südseite des östlichsten Abschnitts der ul. Grudziądzka (Graudenzer Straße) in Culm an der Weichsel (Chelmno nad Wisla) am 1. März 2009

Während des letzten Jahrzehnts sind alle Häuser auf der Südseite der Fußgängerzone zwischen ul. Poprzeczna (Querstraße) und Graudenzer Tor von außen renoviert worden. So sah die Südseite des östlichsten Abschnitts der ul. Grudziądzka (Graudenzer Straße) im März 2009 aus.

Haus ul. Grudziądzka 24 / Ecke ul. Poprzeczna in Culm an der Weichsel (Chelmno nad Wisla) am 1. März 2009

Das Haus an der ul. Grudziądzka 24 (Ecke ul. Poprzeczna) hat durch eine 2009 durchgeführte Modernisierung eine neue Farbgebung erhalten.

Porträt – ul. Grudziądzka 21

Portrait am Eingangsbereich des Hauses ul. Grudziądzka 21 in Culm / Chelmno

Dieses Porträt befindet sich im oberen Bereich des bogenförmig gestalteten Eingangs zum Haus an der ul. Grudziądzka 21. Es ist möglich, dass diese Wandmalerei von Antoni Piotrowicz oder einem seiner Schüler stammt. Piotrowicz war nämlich Anfang des
20. Jahrhunderts Eigentümer dieses Hauses und betrieb hier sein Atelier.

Eingang zum Haus ul. Grudziądzka 21 in Culm / Chelmno


Die Aufnahmen entstanden im Juni 2008.

Antoni Piotrowicz

Der Maler Antoni Piotrowicz wurde am 17. Januar 1869 in Culm an der Weichsel geboren. Durch den Besuch des Königlichen Katholischen Gymnasiums in seiner Heimatstadt sowie eine Lehre im Atelier seines Vaters Jan Piotrowicz, eines Malers und Vergolders, erwarb er sowohl eine allgemeine als auch grundlegende fachliche Ausbildung, die er durch dreijährige Studien in Deutschland und Italien vertiefte. Er galt als schillernde Persönlichkeit, engagierte sich in verschiedenen Organisationen und wurde 1895 Mitbegründer des Turnvereins „Falke“.

Antoni Piotrowicz - Wohnhaus und Atelier Ecke ul. Kosciuszki / ul. Mlynska mit GedenktafelUm die Jahrhundertwende erwarb Piotrowicz ein Haus an der Graudenzer Straße (heute ul. Grudziądzka 21), in dem er ein Atelier einrichtete. An einem Balkon des Gebäudes brachte er ein seinen Kopf darstellendes Relief und an einem anderen seine geschmiedeten Initialen an. Später zog der Künstler in die ul. Kościuszki um, wo er bis zu seinem Lebensende arbeitete (siehe Foto). In diesem Haus, dessen Fassade im Sommer 2004 grundlegend renoviert worden ist, wurde 1986 eine Gedenktafel (siehe Foto) angebracht. Antoni Piotrowicz verstarb am 22. Juli 1923 in Chełmno und wurde hier auf dem Friedhof im Familiengrab beigesetzt.

Gedenktafel für Antoni Piotrowicz am Wohnhaus und Atelier Ecke ul. Kosciuszki / ul. MlynskaMit seinen Portraits verewigte Piotrowicz viele Einwohner der Stadt. Diese Auftragsarbeiten sind bis heute in vielen Haushalten der Stadt erhalten geblieben. Er befasste sich aber auch mit religiösen und patriotischen Themen sowie der Landschafts- und Naturmalerei. Seine Werke befinden sich unter anderem im Museum des Culmer Landes in Chełmno, in Museen in Toruń/Thorn, Bydgoszcz/Bromberg sowie in Kirchen in Chełmno, Lubawa, Bysław, Śliwice, Tczew/Dirschau und Krotoszyn.

Quelle: Grzeszna-Kozikowska, Anna, Antoni Piotrowicz (1869 – 1923), in: Czas Chelmna 5.12.2003

Grab Antoni Piotrowicz in Culm
[Erstveröffentlichung dieses Beitrags: 30.11.2004]