Aussicht vom Turm der Marienkirche

Aussicht von der Marienkirche in Culm an der Weichsel (Chelmno nad Wisla) auf die nordöstliche Altstadt am 22. Mai 2009

Vom Kirchturm der Marienkirche aus können Sie einen Blick auf die Altstadt von Culm und die weitere Umgebung werfen. Die rundum begehbare Aussichtsterrasse erreicht man über eine lange Steintreppe und mehrere Holzstiegen. Möglich ist dies nach Angaben auf der Website der Kirchengemeinde montags bis samstags von 9.00 bis 17.00 Uhr sowie sonn- und feiertags von 10.30 bis 17.00 Uhr.

Aussicht von der Marienkirche in Culm an der Weichsel (Chelmno nad Wisla) auf die nordöstliche Altstadt am 22. Mai 2009

Die Fotos stammen vom 22. Mai 2009.

Garnisonskirche

Garnisonskirche Culm - Foto Grzegorz GóraDie Garnisonskirche liegt im Süden der Altstadt und wurde in den Jahren 1874-1875 für die im damaligen Culm stationierte Garnison der preußischen Armee errichtet. Der Baustil ist typisch für evangelische Gotteshäuser dieser Epoche. Die einschiffige Kirche mit Chorraum besitzt eine von der Firma W. Sauer aus Frankfurt (Oder) hergestellte Orgel und einen 42 m hohen Turm. Als infolge der Bestimmungen des Versailler Vertrags die Stadt dem wieder entstandenen polnischen Staat angeschlossen wurde, übernahm die polnische Armee im März 1920 die Kirche, die darauf von Pfarrer Zygmunt Rogala als römisch-katholisches Gotteshaus geweiht wurde.

Nach Gründung einer Armeekirchengemeinde 1926 wurde unter der Leitung des Pfarrers Dr. Antoni Zapala der Innenraum der Kirche umgebaut, die zudem eine reiche Ausstattung an Messgewändern und anderen liturgischen Gegenständen erhielt. Ein Teil der bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs evakuierten Einrichtung wurde bei einem Gefecht zerstört, ein weiterer von den deutschen Besatzern bereits im September 1939 mutwillig vernichtet. Während der NS-Zeit wurde die Kirche fortan als Lager genutzt. Nach dem Krieg wurde die Garnisonskirche 1951 von Seelsorgern der polnischen Armee wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt.

Literatur: Grzeszna-Kozikowska, Anna, Kosciol garnizonowy w okresie miedzywojennym, Czas Chelmna 31.12.2004; Chrzanowski, Tadeusz / Kornecki, Marian, Chelmno, Wroclaw-Warszawa-Krakow 1991, S. 183

[Erstveröffentlichung dieses Beitrags: 07.12.2007]

Andrzej-Bobola-Kirche in Schwetz

Die heute dem heiligen Andreas Bobola (poln. Andrzej Bobola, 1592-1657) geweihte neogotische Pfarrkirche diente nach ihrer Errichtung in den Jahren 1891-1897 zunächst der protestantischen Kirchengemeinde von Schwetz. Ihr Bau kostete 250.000 Mark. Der Gustav-Adolf-Verein, ein evangelisches Hilfswerk, steuerte 29.000 Mark bei, der preußische König 50.000 Mark.
Nach 1945 wurde das Gotteshaus von der katholischen Kirche übernommen, die die durch Kriegseinwirkungen verursachten Beschädigungen beseitigte. Von 1985 bis 1988 wurden der Fußboden ausgetauscht und die noch aus dem 19. Jahrhundert stammenden Fenster mit Glasmalerien instand gesetzt. In den neunziger Jahren erhielten die weithin sichtbaren Kirchtürme eine neue Dachdeckung aus Kupferblech.

Quellen:
Website der Kirchengemeinde
Wacław Wojciechowski, Świecie Pomorskie niegdyś a dzisiaj, Grudziądz 1912, S. 65

[Erstveröffentlichung des Beitrags: 11.02.2008]